Altes Rathaus, 07.10.2007. Mit ihrem Angebot eines wienerischen Melodienstraußes hatten Volkshochschule Ahaus und Kirchengemeinde St. Brictius ins Schwarze getroffen.
Elf Studenten des Gesangsstudios MĂŒnster bezauberten das begeisterte Publikum mit ausdrucksstarken Darbietungen.

Ihr Lehrer Ludger Breimann moderierte den Abend, wĂ€hrend die szenisch gespielten StĂŒcke am FlĂŒgel von Thomas Modos, Kapellmeister aus MĂŒnster, begleitet wurden. Torsten Marfordt zeichnete fĂŒr die Regie und die Inszenierung verantwortlich, wĂ€hrend die musikalische und kĂŒnstlerische Gesamtleitung in Breimanns HĂ€nden lag.

Image
Oper- und Operettenliebhaber kamen am Sonntagabend voll auf ihre Kosten. Schöne Stimmen gepaart mit schwungvollen Darbietungen boten einen großen Einblick in die Wiener Musikwelt, aber auch in das Können der Akteure. WĂ€re ein Intendant auf der Suche nach neuen Talenten, hĂ€tte er hier einiges entdecken können.

Am Anfang stand Wolfgang Amadeus Mozart und seine immer noch aktuellen Werke wie die „Zauberflöte“, „Die EntfĂŒhrung aus dem Serail“, „Die Hochzeit des Figaro“, „Titus“, „Cosi fan tutte“ und „Don Giovanni“.Bekannte Melodien wie das Duett zwischen Papagena und Papageno aus der „Zauberflöte“, gesungen und gespielt von Hanna Rössler (Sopran) und Christoph Broermann (Bariton), begeisterten genauso wie die Arie des Sextus aus „Titus“, hervorragend gesungen von Carmen-Vanessa Kinas (Mezzosopran). Ihr Stimme sorgte fĂŒr GĂ€nsehaut.

Image
Als Tenor brillierte Wilfried Stening in Ă€hnlich berĂŒhrender Weise. Er ist nicht nur ein hervorragender Mime, sondern auch ein ebenso ausgezeichneter SĂ€nger. Man glaubt ihm, wenn er die Arie „Gern hab‘ ich die Frauen gekĂŒsst“ aus Franz LehĂĄrs „Paganini“ singt.

Werke von Johann Strauß und Robert Stolz gehörten ebenso ins Programm. Maike Delcours Sopran und ihre kokette Art, Arien aus LehĂĄrs „Lustige Witwe“ zu singen und zu spielen, war die Entdeckung unter den SĂ€ngerinnen des Abends. Viel zu schnell war er vorbei, man hĂ€tte den Akteuren noch stundenlang zuhören können.

Elvira Meisel-Kemper WN 10.10.2007