Altes Rathaus, 09.04.2017. Ein ganzes Orchester in vier H√§nden. Eine Premiere und einen virtuosen Musikmarathon haben am Sonntagabend die G√§ste beim Rathauskonzert erfahren: Erstmals als Duo und mit einem eigens f√ľr diesen Abend zusammengestellten Repertoire haben die Pianisten Junko Shioda und Cosmin Boeru aus K√∂ln Werke von Schubert, Mozart, imd Brahms auf dem Steinway B-Fl√ľgel vierh√§ndig interpretiert. 

Auch das Umbl√§ttern der Noten musste intensiv ge√ľbt werden, verr√§t Cosmin Boeru nach der ersten Stunde in der Pause. Schlie√ülich passt keine dritte Person hinter die Klaviertasten, die ihnen diese Arbeit abnehmen k√∂nnte...

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Mehr als zwei Stunden ziehen Musik und K√ľnstler das Publikum in ihren Bann. Zuerst Wolfgang Amadeus Mozart mit einer Sonate in drei S√§tzen: Kraftvoll und selbstbewusst dominiert Cosmin Boeru die tiefen T√∂ne, leicht und verspielt t√§nzelnd die h√∂heren T√∂ne aus Junko Shiodas Fingern. Ein L√§cheln liegt auf den Gesichtern der Pianisten. Wie wechseln im Spiel - zweih√§ndig, dreih√§ndig, vierh√§ndig bis die Melodien sich wieder zu einem harmonischen Reigen vereinen.

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Leicht und beschwingt sind die anschlie√üenden Walzer-Variationen von Brahms. Und zum Abschluss uns als "Dankesch√∂n f√ľr ihr geduldiges Zuh√∂ren", wie Cosmin Boeru ank√ľndigt, noch eine "sch√∂ne Marschmusik von Schubert", in dem das Duo noch einmal die Rollen verteilte: forsch und aufr√ľttelnd der Herr, weich und grazil die Dame - bis zu einem fulminanten Schlussakkord. Bravo!

Quelle: Auszug aus WN-Artikel vom 11.04.2017, Sabine Sitte