Altes Rathaus, 25. Juli 2018. Schumanns Romanzen, balladenhaft, gesanglich, elegant, klingen in Janáceks traumverlorenen Klavierstücken aus dem Zyklus "Auf verwachsenem Pfade" nach und versöhnen mit den klagenden Kantilenen, rasch sich wendenden Stimmungen und wechselnden Rhythmen eines der spannendsten Werke der Oboenliteratur: Pavel Haas, Kompositionsschüler Janáceks, der aus dem musikalischen Brauchtum seiner Heimat wie aus dem Jazz schöpft, trotzte 1939 mit seiner Suita dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Tschechoslowakei.

Elegant und nordisch brillant die Sonate des kaum bekannten dänischen Oboenvirtuosen Christian Frederik Barth, wunderbar sanglich, farbig und mitreißend das Konzertstück von Julius Rietz, der stark von Mendelssohn beeinflusste wurde. Rietz war ein renommierter Dirigent, als solcher Vorgänger Robert Schumanns in Düsseldorf. Nach Schumann wurde die Düsseldorfer Musikhochschule benannt, an der der vielfach ausgezeichnete Pianist Tobias Bredohl tätig ist und Kai Frömbgen, der international als Solist und Kammermusiker gastiert, als Professor unterrichtet.

Das Konzert fand im Rahmen des "Summerwind"-Festivals am 25. Juli 2018 im "Alten Rathaus" in Schöppingen statt. Leider liegt der Online-Redaktion kein Konzertbericht vor.

Altes Rathaus, 6.05.2018. Eine kraftvolle Aufführung im Alten Rathaus erfuhr am Sonntagabend „Die schöne Müllerin“, der berühmte Liederzyklus für Singstimme und Klavier von Franz Schubert, komponiert nach der gleichnamigen Gedichtsammlung von Wilhelm Müller.

Bariton Maximilian Kramer, geboren 1964 in Münster, Kantor in St. Johannes Baptist Coesfeld-Lette sowie in St. Lamberti Coesfeld, überzeugte mit sehr guter Textverständlichkeit und guter Technik. Seine kräftige Stimme füllte das Alte Rathaus bis in den letzten Winkel. Michael Gees, international gefragter Pianist und Liedbegleiter, machte als Begleiter am Steinway-Flügel mit starker Dynamik und teilweise interessanter Ausschmückung des Schubert‘schen Klavierparts auf sich aufmerksam. Lediglich der Pedalgebrauch deckte hier und da die Schubert‘sche Stimmführung ein wenig zu.

weiterlesen im WN-Artikel vom 08.05.2018

Altes Rathaus, 3.3.2018. Der Frühling tanzt Walzer, Samba und Flamenco! Das Trio Diversa eröffnete zum Konzert am Samstagabend den musikalischen Lenz im alten Rathaus.

Harfe, Violine und Sopran-Gesang wandelten mit wunderbaren Melodien zum Thema die arktischen Außentemperaturen in ein herzerwärmendes Frühlingsgefühl. Mit diesem Angebot haben der Freundeskreis Schöppinger Konzerte und die VHS als Veranstalter das Publikum einmal mehr begeistern können.

In der Pause drängte sich ein staunender Pulk Zuhörer um den heimlichen Star des Abends: die Konzertharfe. In voller Pracht, mit aufwändig geschnitzten Verzierungen im Korpus und faszinierender Mechanik steht das majestätisch anmutende Instrument präsent im Raum. 

weiterlesen im WN-Artikel vom 5.3.2018

Altes Rathaus, 25.03.2018. Es gibt Musik bei guter Laune, für oder gegen Liebeskummer, zum wilden Tanzen oder zum lauten Mitsingen. Mit der englischen Band Mammal Hands haben die Veranstalter des Freundeskreises Schöppingen Konzerte und des Kulturrings einen grandiosen, selten gehörten Sound zum Träumen und Meditieren ins Alte Rathaus geholt. Am Sonntagabend war die Vechtegemeinde ein absoluter Geheimtipp für die Fans der Band und einigen selbst Hunderte Kilometer Anreise wert.

Über ein halbes Jahr hat Richard Hölscher vom Kulturring seine Kontakte spielen lassen, um die drei Musiker aus ihrer Konzerttour durch Europa auch für einen Auftritt nach Schöppingen zu holen. „Ich habe sie das erste Mal beim Haldern-Pop-Festival erlebt. Da kamen sie auf die Bühne und schlagartig ging die Lautstärke bei den Zuhörern nach unten“, erklärte er dem Publikum, das dicht gedrängt sitzt und steht, zur Einführung.

Schon mit den ersten Klängen zog der klare, atmosphärisch dichte Sound aus Saxofon (Jordan Smart), Klavier (Nick Smart) und Schlagzeug (Jesse Barrett) die Gäste in ihren Bann. Ihre Musik ist ein experimenteller Mix aus spirituellem Jazz, irischem Folk, Indian Pop und Klassik, verfeinert mit elektronischen Effekten.

weiterlesen im WN-Artikel vom 27.03.2018

Altes Rathaus, 30.12.2017. 90 Besucher im Alten Rathaus waren am Samstag restlos begeistert vom hohen Niveau der Künstler Tobias Breider (Viola) und Clemens Rave (Piano). Das anspruchsvolle Programm bot viel Abwechslung. Breider zeigte, was man mit einer Bratsche alles machen kann, insbesondere bei den sieben spanischen Volksweisen von Manuel de Falla.
 
Den Auftakt des Programmes bot die Sonate A-Dur von César Franck, eigentlich für die Violine und Klavier komponiert, hier in einer eigenen Bearbeitung Breiders für Viola und Piano. Alle Herausforderungen, die die schwierige Sonate an die Künstler stellt, meisterten sie in allen vier Sätzen mit Bravour. Wunderbar im Zusammenspiel, Rave am Piano wuchtig und schwungvoll, aber nie die Bratsche überdeckend, beide virtuos, wunderbar in Farbgebung und Ausdruck. Das Publikum wurde vom ersten bis zum letzten Ton mitgenommen, und das über eine Zeitspanne von fast 30 Minuten.