St. Brictius, 03.02.2019. Raum, Zeit, Klang – all das verschmolz am Sonntagabend zu einem einzigen, fast transzendenten Erlebnis beim Auftritt des Trios Mediæval in Schöppingen. Die drei Sängerinnen waren nicht nur Interpreten, die die Schönheit der Musik über die Jahrhunderte hinweg vermittelten; vielmehr schienen sie selbst von der Musik erfüllt zu sein. Von dem inneren Drang beseelt, durch den Gesang in eine höhere Dimension zu gelangen – über das Hörbare hinaus, und das Publikum dabei mitzunehmen.

Die Brictiuskirche als sakraler Raum bot eine ideale Umgebung für die Stimmen von Anna Maria Friman , Linn Andrea Fuglseth und Jorunn Lovise Husan. Glasklar waren sie, ohne viel Vibrato. Stimmkultur in ihrer reinsten Form.

Die drei Frauen verstehen sich wahrscheinlich blind – sie suchten aber während des Konzerts immer wieder Blickkontakt. Eine Kommunikation, die dem perfekten Timing und der absoluten Harmonie diente.

Mittelalterliche Choräle aus England führten zurück zu den Anfängen der Mehrstimmigkeit. In die Zeit, als erstmals Melodien und lang anhaltende Töne gleichzeitig erklangen und somit zaghaft ein neuer Klangraum erschaffen wurde. Das Trio erzeugte die Dauertöne mit Hilfe von Glockenstäben und einer sogenannten Shrutibox, einem indischen Instrument, dessen Töne ähnlich wie bei dem Akkordeon oder Harmonium erzeugt werden. Das Resultat: ein obertonreicher Instrumentalklang, von dem sich die ätherischen Frauenstimmen kontrastreich abhoben.

weiterlesen im WN-Artikel vom 5.2.2019

WDR3- Interview von Tom Daun mit dem Trio Mediaeval...

 

St. Brictius, 6.01.2019.  Zusammenkommen, um „noch einmal richtig Weihnachten zu erleben“: Für Pfarrer em. Wolfgang Böcker ist das traditionelle Neujahrskonzert in der St.-Brictius-Kirche ein willkommener Anlass für einen langen Moment des Innehaltens. Auch dieses Jahr. Das haben ihm am Sonntagabend unzählige Besucher gleichgetan und andächtig den Werken von unter anderem Mozart, Bach und Händel gelauscht.

Gefühlvoll und leidenschaftlich interpretierten (v.l.) Henrike Jacob, Peter Roth und Peter Mönkediek die vorgetragenen Stücke. Unterstützt wurden sie dabei von Markus Lehnert an der Orgel. 

Dass der Termin auf den Tag der Heiligen drei Könige fiel, war Zufall, doch für Wolfgang Böcker ein passender Einstieg. Denn: „Trompeten durften im Mittelalter, in der Renaissance und bis in den Frühbarock nur an Fürstenhöfen erklingen. Sie haben etwas Königliches, Majestätisches an sich.“

Gleich mit dem ersten Stück setzten sich die Instrumente phänomenal in Szene. 

weiterlesen im WN-Artikel vom 8.1.2019

St. Brictius, 5. August 2018. „Musik sagt mehr als tausend Worte!“ Um ein Bild zu beschreiben und das, was es in uns auslöse, reichten manchmal keine Worte, meint Pfarrer em. Wolfgang Böcker. Für den Schöppinger Flügelaltar in der Brictius-Kirche brauchte es ein komplettes Konzert.

Im Rahmen des Baumberger Orgelsommers interpretierte am Sonntagabend der Organist und Komponist Martin Sturm die gemalten Szenen aus der Geschichte Jesu Christi.

Zu Beginn und im Schlussteil des Konzertes: Improvisationen des Würzburger Musikers, die erst vor Ort entstanden. „Ich habe mir zunächst einen Eindruck von der Kirche und von der Orgel verschafft“, sagte Sturm, Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe. Neben den spannenden Fantasien des 26-Jährigen und einem Werk aus eigener Feder standen auch Stücke renommierter Komponisten wie Jehain Alain („Deuxiéme Fantasie“ von 1936) und Johann Sebastian Bach auf dem Programm.

weiterlesen im WN-Artikel vom 07.08.2018

St. Mariä Himmelfahrt, 1.9.2018. Mit einem besonderen Marienkonzert ist am Samstag die Marienfestwoche in Eggerode eröffnet worden.

Mit einem besonderen Marienkonzert ist am Samstag, 1.9.2018 die Marienfestwoche in Eggerode eröffnet worden. Viele Besucher kamen zum A-capella-Konzert mit dem Quartett Consonanz á 4 in die Kirche St. Mariä Geburt. Die hochkarätigen Künstler waren auf Anregung des neuen Küsterehepaares van der Loo in die Vechtegemeinde gekommen.

Die katholische Kirchengemeinde und der Freundeskreis Schöppinger Konzerte hatten das Ensemble daraufhin eigens eingeladen als Auftakt zur Marienfestwoche.

weiterlesen im WN-Artikel vom 3.9.2018

 

St. Brictius, 18.3.2018. Der letzte ganz tiefe und ganz leise Ton verklingt. Es ist der Schlusspunkt einer Reihe immer schwächer werdender Töne. Die Sequenz symbolisiert eindrucksvoll die letzten Herzschläge Jesu am Kreuz. Das Trio Olaf Kordes (Flügel), Wolfgang Tetzlaff (Kontrabass) und Karl Godejohann (Schlagzeug) spielten die Easter Suite von Oscar Peterson. 

Zu jedem vorgetragenen Stück führt Pfarrer Thomas Diedershagen mit einer kurzen textlichen Passage der Passionsgeschichte ein. „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“, zitiert Diedershagen den sterbenden Jesus. Beim Lauschen Petersons Musik zu diesem Thema kann der Zuhörer zunächst ein wenig seinen Gedanken nachhängen, ehe abrupt harte, laute Töne den Besucher die Wirklichkeit dieser Stelle der Geschichte vor Augen zurückführen: Jesus stirbt.

Die drei Profimusiker aus Bielefeld sind bestens aufeinander abgestimmt. 

weiterlesen im WN-Artikel vom 19.3.2018